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für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Akzente - Gesellschaftliche Akzeptanz von Energieausgleichsoptionen und ihre Bedeutung bei der Transformation des Energiesystems

Projektlaufzeit: Juli 2013 - Juli 2016

Das Energiekonzept der Bundesregierung gibt Zielwerte für die Transformation des Energiesystems in Deutschland vor. Demnach sollen im Jahr 2050 80% der Stromversorgung aus regenerativen Energien gedeckt werden. Dieser Deckungsanteil erfordert sowohl einen deutlichen Ausbau des Stromnetzes als auch einen enormen Ausbau der Erzeugungskapazitäten. Der hohe Anteil fluktuierender Energien (Wind-, Solarenergie) an der Stromversorgung wird dazu führen, dass zeitweise deutlich mehr Strom erzeugt als verbraucht wird oder in Zeiten ohne Wind und Solarstrahlung eine Versorgungslücke entsteht. Vor diesem Hintergrund werden Stromspeicher eine große Rolle spielen, um eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung zu gewährleisten. Durch den intelligenten Einsatz von Speicher- und Energieausgleichstechnologien können die installierten Erzeugerkapazitäten besser ausgelastet werden. Gleichzeitig können Zeiten mit geringer regenerativer Stromerzeugung überbrückt werden. Weiterhin kann durch Einsatz lokaler Speicher- und Energieausgleichskonzepte der Transport von Strom aus dem windreichen Norden Deutschlands in die Ballungszentren mit hohem Energiebedarf im Westen und Süden minimiert werden.

Ziel des Projektes ist es daher, aussichtsreiche Technologien zur Speicherung und zum Energieausgleich hinsichtlich ihrer technischen Potenziale und insbesondere in Bezug auf ihre gesellschaftliche Akzeptanz in der Umsetzung zu beleuchten. Dabei werden sowohl lokale als auch regionale Unterschiede berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wird bewusst ein partizipatives Vorgehen gewählt: Die Energiewende kann nur mit den BürgerInnen gelingen, ihrem grundsätzlichen Einverständnis zu diesem gesellschaftlichen Kraftakt und ihrer persönlichen, aktiven Beteiligung.

Aufgabe von Orangequadrat ist es, die theoretischen Erkenntnisse innerhalb eines städtischen Quartiers in der Praxis zu erproben. Dies beinhaltet sowohl die technische Bewertung auf ihre Umsetzbarkeit durch lokale Akteure, als auch die Erprobung von Methoden zur Akteursansprache, -information und vor allem -motivation. Neben der Bewohnerschaft liegt dabei ein besonderer Fokus auf den Eigentümern innerhalb des Stadtteils.

In Kooperation mit:
Fraunhofer Umsicht, Oberhausen
IZES gGmbH - Forschungsgruppe Sozialwissenschaftliche Energieforschung, Saarbrücken

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung FKZ 03EK3513 A-C